DIE BY THE SWORD

Gedanken zu Final Fantasy XIII

Posted in Games by DieByTheSword on 9. Oktober 2011

Gestern konnte ich endlich besagtes, irgendwann im Sommer begonnenes Rollenspiel beenden, dabei hatte ich schon befürchtet ich müsste alle der Nebenaufgaben erledigen, um dem Endgegner gewachsen zu sein.

Dabei ist wie so oft einfach nur die richtige Vorbereitung von Nöten. Ich gebe zu, ich habe mich wie bei jedem anderen Rollenspiel bisher wieder einiger Online-Hilfen wie GameFAQS und Youtube Videos bedient, war ich doch geschockt als ich relativ am Anfang und so auch immer wieder im Spiel von Bossen ausgebremst wurde, die um ein vielfaches schwieriger erschienen. Musste man bei den normalen Gegnern zum größten Teil einfach nur die automatische Standardangriffskette durchlaufen lassen, bis der Gegner platt war (das Spiel probiert Attacken durch und wird letzten Endes nur noch diese in die Kette packen, die in die Schwächen des Gegners fallen). Man brauch also nicht mal ein Libra, sondern drückt immer brav auf eine Schaltfläche bis das Beste rauskommt.

Bosse sind nun aber ein ganz anderes Kaliber, viele erfordern Trial’n’Error bis man die nötige Technik herausgefunden hat. Das war vor allem bei den Eidolons (also den Summons) frustrierend weil man gleichzeitig per Death ein Zeitlimit aufgedrückt bekommt. Das kann schon mal frusten und den Griff zu Hilfen auslösen.

Überhaupt bin ich im Gegenteil zu den vielen Kritikern von Teil 13 weit weniger vorbelastet. Mal abgesehen von den Pokémon Spielen auf dem Game Boy habe ich erst sehr spät begonnen Rollenspiele zu spielen, was auch daran liegen kann, dass ich die Glanzzeiten des Genres zu SNES- und PS1-Zeiten nicht wirklich mitbekommen hab, denn meine erste Konsole war der Nintendo 64 und dann kam die Playstation 2. Mein erstes richtiges Rollenspiel war dann also Final Fantasy X auf der PS2, aus Neugier ausgeliehen von einem Kumpel, der damals und auch Heute ebenso wenig mit solchen Spielen anfangen konnte wie ich. Zwei mal habe ich es angefangen und bis heute nicht durchgespielt, ich setzte nun erstmal auf die HD-Neuauflage, die zur TGS diesen Jahres angekündigt wurde, um mit etwas mehr Erfahrung neu zu beginnen. Auch meine weiteren RPG-Erfahrungen beschränken sich größtenteils auf die FF-Serie. Da wären das erste, dass ich überhaupt durchgespielt habe, Final Fantasy VII und es wurde seinem Ruf mehr als gerecht. Im Anschluss kam dann Teil 6, der nicht viel weniger gut ist und mich sehr überrascht hat. Derzeit laufen bei mir noch Final Fantasy IV The Complete Collection auf der PSP und Xenoblade Chronicles auf der Wii.

Doch zurück zu Teil 13. Häufige Kritikpunkte sind die Schlauchlevel, das damit verbundene nicht vorhanden sein von Städten, ein zu sehr vereinfachtes Kampfsystem… Zugegebenermaßen äußerst valide Punkte, doch allein deswegen das Spiel zu verteufeln ist nicht wirklich gerecht. Natürlich, jeder kann für sich entscheiden ein Spiel nicht zu spielen, selbst wenn ihn nur ein Punkt stört, das stelle ich nicht in Frage. Kommen wir aber zur anderen Seite der Medaille. Zu den Stärken dieses Teils gehört allen voran die bombastische Grafik, die selbst auf meinem Röhrenfernseher so gestochen scharf aussieht wie kaum ein Spiel jemals zuvor. Grafik ist ja nicht alles, aber was ihr auf den Bildschirm gezaubert wurde, ist beeindruckend, und das ganz ohne Installation auf Festplatte, was doch eine Leistung ist, wenn man hört, dass z.B. RAGE ganze 25 Gb benötigen soll. Was ist noch toll am Spiel? Na zum Beispiel, dass man nach jedem Kampf wieder volle Energie zur Verfügung hat. Viele werten das als Verweichlichung des Genres, aber auch Xenoblade hat das aufgegriffen und ehrlich gesagt ist das ungemein bequemer als nach jedem Kampf in’s Menü wechseln zu müssen und die MP des Heilers auf die Charaktere zu verschwenden (auch wenn es in teil 13 keine MP gibt). Die Kritik an der schlauchartigen Welt hat auch seine Berechtigung, dabei hatte das Teil 10 auch schon, ist doch das erkunden von Städten und einkaufen in den vielen verschiedenen Lädchen und reden mit den NPC’s eine schöne Sache. Hier wird man aber stattdessen mit einem sehr stringenten Storyverlauf und spektakulären Videos beglückt. Das ist denke ich auch die Stärke der japanischen Rollenspiele im Vergleich zu den westlichen — der starke Fokus auf der Handlung und den Charakteren, der Aufbau einer spannenden Geschichte eben. Auch das Kampfsystem verlangt von einem weit mehr als immer nur auf die Auto-Schaltfläche zu hämmern. So muss man sich im Klaren sein, wie man die Paradigmen aufbauen will. Will man alle Charaktere auf Offensive gehen lassen, will man einen Heiler abstellen oder gar drei Heiler und diese in kritischen Situation schnell die Party retten lassen. Will man möglichst früh den Gegner Statusveränderungen aussetzen, damit die Angriffe besser reinhauen, oder die eigenen aufbessern oder gar beides und gleichzeitig noch angreifen? Alles möglich und je nach Gegner sinnvoll sich darüber Gedanken zu machen. Somit ist es wie schon erwähnt eben eher ein Kampfsystem das Vorbereitung erfordert, aber das auch im Kampf durch die Paradigmenwechsel keinesfalls statisch ist.

Es mag noch andere Punkte geben, die man ansprechen könnte, aber ich denke das sind wohl die wichtigsten. Abschließend lässt sich sagen, das Spiel ist ein großartiges und wer es nicht spielt, der verpasst ein audiovisuell beeindruckendes Erlebnis.

2 Antworten

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  1. Yuffie said, on 17. Oktober 2011 at 17:35

    Endlich mal jemand, der das Spiel auch mag. :3
    Wobei ich schon „immer“ Final Fantasy-Fan war und gerade die, das Spiel ja zerfetzt haben…
    Find’s auf jeden Fall gut, einen Verbündeten gefunden zu haben. xD

  2. Kim said, on 31. Juli 2012 at 23:27

    Ich habe ab dem 12.Teil aufgehört. Ich mag die Klassiker einfach am Meisten.
    Vielleicht lasse ich mich dennoch irgendwann dazu hinreißen….


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