DIE BY THE SWORD

Loups=Garous

Posted in Anime und Manga by DieByTheSword on 3. März 2012

Eine Zukunft ohne Hungerleiden, eine Stadt unter fast vollständiger Beobachtung. Eine Welt ohne Verbrechen, eine Utopie? Nein, bei weitem nicht. Makino Hazuki ist Schülerin in einer digitalisierten Welt, so digitalisiert, dass es nicht verwunderlich ist, wenn Menschen wie sie unter Kommunikationsproblemen leiden. Vermutlich als Teil ihrer schulischen Laufbahn wird sie mit drei anderen Schülerinnen in eine Gruppe gesteckt, um eine Gruppenarbeit zu bewerkstelligen. Ihren Monitor, ein handliches elektronisches Allzweckgerät, umklammernd, geht sie durch die Welt, die sie als etwas künstliches wahrnimmt. Dabei trifft sie zufällig gleich zwei ihrer neuen Gruppenmitglieder. Die in sich gekehrte Konou Ayumi und die lebhafte, technikaffine Tsuzuki Mio. Die dritte im Bunde, Yabe Yuuko, scheint nicht auffindbar zu sein. Wie kann das denn sein in einer so streng überwachten Welt?

Sehr viel mehr will ich gar nicht zur Handlung verlieren, denn sie ist hauchdünn. Setting und Charaktere habe ich kurz angerissen, so dass man anhand dessen entscheiden kann, ob der Film einen überhaupt anspricht. Wir haben es hier mit einem Anime Film aus dem Hause Production I.G zu tun. Auffällig ist hier gleich der Zeichenstil mit all seinen Rundungen, man schaue sich nur mal Hazukis Haare an — sieht in einigen Szenen aus als hätte sie da irgendwelche Früchte dran hängen. Jedenfalls erinnerte er mich sehr an Katanagatari und hat mich deshalb gleich für sich gewonnen. Weniger auffällig hingegen ist der Soundtrack, außer ein paar Liedchen, die nicht nur gegen Anfang und Ende sondern auch im Zuge der Gruppenaktivität abgefeiert werden, traut sich die Soundkullise lediglich bei sich anberaumenden Gefahren mal kurz heraus, sonst dominieren kurze Klavierstücke.

Von links nach rechts: Hazuki, Mio, Ayumi

Große Schwächen hat der Film in seiner Handlung, einigen Charakteren, denen die Lächerlichkeit ihrer Taten und Vorgeschichten ins Gesicht geschrieben steht, und seiner Motivation. Denkt man sich den Teil mit der verschwundenen Yabe aus meiner Einleitung heraus, könnte der Film wunderbar den Konflikt von zwischenmenschlichen Beziehungen im echten Leben und im Internet behandeln. Stattdessen wird Hazuki im Zeitraffer durch ein paar Treffen quasi geheilt und eine vermeintlich ernstere Story, in der wie so oft ein Oberbösewicht aus dem Schatten die Strippen zieht, liegt im Fokus des Films. Meine Kritik bezieht sich im Wesentlichen auf die Stellung der Firma SVC, wie sie sie erreicht hat, was sie tut und wie sie es verschleiert — nämlich so, dass es selbst ein paar Schüler herauskriegen können. Animationstechnisch wird nicht viel geboten, ein paar Kämpfe wovon nur einer aussah als hätte er etwas Arbeit gemacht. Sonst bekommt man das übliche Gelaufe auf unbevölkerten Straßen zu sehen. Der Titel bezieht sich übrigens lediglich auf einen der Hauptcharaktere, eben einen von denen, die ich als lächerlich abstemple.

Darf ich vorstellen, ein erzwungener Charakter um Kämpfe einbauen zu können: Reimyao

Fazit: Ein nett anzusehender Film mit zwei bis drei sympathischen Charakteren, der sich mit seiner unausgegorenen Welt zu viel vorgenommen hat.

Wertung: 5/10

  

Offizielle Homepage

Ein Trailer auf YouTube: Le Loups Garous Trailer [HD] 1080P

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Eine Antwort

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  1. Yuffie said, on 12. März 2012 at 17:28

    Ich würde dem Anime auf keinen Fall eine höhere Bewertung als du abgeben. Irgendwie wurde die Entwicklung je nach Fortschritt des Movies immer schlechter, weswegen selbst die Charaktere (die teilweise gingen) auch irgendwie unglaubwürdig wurden.

    Das Setting hatte mich wirklich angesprochen, doch leider war die Story ziemlich blöd aufgebaut und ist damit nicht unbedingt empfehlenswert. Gibt es bessere Freizeitbeschäftigung.


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