DIE BY THE SWORD

The Last Story

Posted in Games by DieByTheSword on 10. Juni 2013

The Last Story - Cast

Vor paar Tagen habe ich The Last Story beendet, ca. 25 Stunden hat es gebraucht. Besonders haben mir die Charaktere und der Englische Ton gefallen, wahrscheinlich das erste Mal, dass ich bei einem Japanischen Spiel den O-Ton nicht vermisse, denn das Raubein-Englisch einiger und das höfliche Englisch anderer Charaktere passt hier so viel besser in die Spielwelt. Der Stil der Welt gefiel mir auch sehr und in Lazulis gibt es etliche Ecken und Hinterhöfe in denen sich Gegenstände finden lassen. Nur fand ich die Schauplätze visuell etwas zu unabwechslungsreich und zu nah beieinander (fast alles ausschließlich auf Lazulis), doch das ist leider durch die Story bedingt.

Die Story fand ich generell in Ordnung, aber besonders die letzte Wendung war mir zu schlecht vorbereitet und überhaupt täten japanische Spiele gut daran, etwas mehr auf dem Boden zu bleiben, statt jedes mal in den letzten Abschnitten mit seltsamer Levelarchitektur (leuchtende Würfel) und vermeintlichen WTF-Momenten aufwarten zu müssen – das lässt Charaktere unglaubwürdige Sachen machen und zerstört einen guten Teil der Konsistenz der Spielwelt. Besonders schade fand ich zum Beispiel, dass auf die Thematik des sterbenden Bodens so wenig eingegangen wurde, obwohl sie wichtiger Ausgangspunkt für viele Charaktere ist. Bevor ich das Spiel begann, dachte ich aufgrund einiger Artworks, dass dem Tiger eine größere Rolle zukäme – wie Cool wäre es gewesen, hätte man ihn als Beschwörung in die Party integriert? Schön wäre auch eine etwas tiefgreifendere Geschichte der Bösewichte gewesen, so bleibt alles relativ auf die Heldentruppe fixiert und die angestimmten Missstände werden auch nicht zufriedenstellened reflexiert.

Das Kampfsystem schien interessant, aber ich hatte das Gefühl man konnte es nicht wirklich ausreizen, das Spiel war eigentlich recht einfach, nur bei wenigen Bossen (vor allem der Letzte), kam es mir wie Glück vor, dass ich gewonnen habe. Die Architektur der Kampfschauplätze war ja auch immer auf die Deckungsmechanik ausgelegt, das ließ sie leider sehr generisch wirken. Einige Game Design Enscheidungen bzw. Inkonsistenzen im Checkpoint-System waren frustrierend, weil man so zum Beispiel nach einem Bildschirmtod immer wieder eine Videosequenz vorspulen musste.

Am Ende war ich so platt vom Spiel, dass ich schon keine Lust mehr hatte, die Missionen im Epilog zu machen, eigentlich schade.

Insgesamt ein gutes Spiel, dem man seine Vorfahren deutlich anmerkt. Wer wieder ein Final Fantasy im Mittelalter-Setting statt eines FFXIII will, sollte The Last Story spielen.

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